Es ist Frühling auf Lanzarote

Wenn man in den vergangenen drei Wochen hier auf Lanzarote gewesen ist, hat man die Ergebnisse der ersten Regenfälle von Anfang Dezember schon gesehen, da sich das erste Grün auf den Wiesen und den sonst so kargen Flächen bemerkbar machte.


Anfang Januar gab es dann einige Tage lang heftige Regenfälle, die sogar zu Unterspülungen von Strassen und kleineren Erdrutschen geführt hatten. Dadurch liefen die Wasserspeicher auf der Insel voll und die Felder und Pflanzen wurden ausgiebig getränkt.


Das Ergebnis kann man jetzt seit knapp zwei Wochen in voller Farbenpracht an sehr vielen Orten und vor allem im Norden der Insel kennen lernen.


Die Landschaft liegt jetzt in einem Farbenmeer. Jeder Lichtschein und jedes Farbspiel entfachen neue Eindrücke und Momente. Alles blüht: Calendula; Levkojen, Margeriten, Rutenkraut (Fenchel), Platterbse, Lavendel, Silberkraut und vieles mehr. Die Temperaturen steigen auf tagsüber 24 Grad und liegen nachts ungefähr bei 17 Grad. Die Nachtfeuchtigkeit und die Speichermöglichkeit durch den Piconstein (Lavastein- Granulat) ist einmalig und versorgt die Pflanzen, darunter auch den Wein in den Anbaugebieten wie in la Geria. Im September wird dieser geerntet und später dann gekeltert werden.


Auch die Menschen, die hier leben, die Lanzaroteños genauso, wie die Residenten, fahren über ihre Insel und atmen diese Eindrücke regelrecht ein.


Bei einem kürzlichen Ausflug konnte ich einheimischen Familien begegnen, wie sie mit Kind und Kegel, Hund, Kinderwagen und Picknickkörben allerorten auf dem Blumenwiesen lagen und diesen besonderen Moment genossen. Ältere Männer, die man sonst auf den Plazas der Dörfer auf den Bänken sitzen sieht, liefen mit Spazierstock und Fotokamera herum, um das Farbenmeer und die Blumen zu fotografieren. Fröhlich grüsst man sich bei der Begegnung auf der Wiese und winkt sich freundlich zu.


Es ist eine eigenartige Atmosphäre der Heiterkeit und des Glücksgefühls, welches man sonst nicht so einfach erleben kann. Es ist ja immer ein Ringen um jeden Grashalm, jede kleine Pflanze, jede kleine Gartenfrucht die auf der kargen Insel ums Überleben kämpft. Wenn Sie nun plötzlich so gesättigt und gut versorgt zur Entfaltung kommt, wirkt sich das auf den gesamten Lebensorganismus der Insel und auf die Seelen der Menschen natürlich aus.


Ein Dauerlächeln im Gesicht und ein Staunen in der Seele geleitet einen durch diese Zeit. Wir alle wissen, dass dieses Wunder in einiger Zeit vorbei sein wird, wenn es nicht nochmals so ausgiebig regnen wird. Darum geniessen wir in vollen Zügen diese Möglichkeiten, die es jetzt gibt. Auf den Ausflügen kann man sich nach wie vor in der Natur überall frei bewegen und nachdem man von deren Kräften und Eindrücken genährt wurde, kann man es sich ausserdem auf den Restaurantterassen auch weiterhin in den von Massnahmen geprägten COVID-Zeiten leiblich gut gehen lassen.


Lassen Sie sich zu diesem Naturschauspiel einladen und wagen Sie eine Reise auf unsere wunderbare Frühlingsinsel Lanzarote.


Barbara Wiesner


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